Monatsarchiv: April 2018

Hubertus Halbfas: Glaubensverlust

Memoranden und Missbrauchsfälle, Problemstau und Priestermangel, Zank um den Zölibat und die Zukunft – mit unbestechlicher Klarheit durchleuchtet Halbfas die strukturellen Reformerfordernisse und geht ihnen buchstäblich auf den Grund: Die Krise der Kirche(n) ist eine handfeste Glaubenskrise. Die Glaubenslehre ist vielfach zur Glaubensleere verkommen. Wenn es nicht gelingt, diese Leere mit neuem Leben anzufüllen, dürfte es um die Zukunft der Kirche geschehen sein. Den Schlüssel findet Halbfas beim historischen Jesus selbst, der in den Glaubensbekenntnissen der christlichen Kirchen nicht vorkommt bzw. durch theologische Formeln ersetzt ist. Denn er hat eine Lebensweise angeboten, die sich im Alltag bewähren muss, aber keine Lehre, damit sie sich argumentativ bewahrheite. Halbfas unternimmt nicht weniger als eine Neuvermessung des Glaubens. Er zeichnet ein Programm, das die Kirchen unter Umständen mehr verändern würde, als diese sich zu ändern bereit sind.

Rocco Errico: Es werde Licht

Trotz ihrer universellen Weisheit ist die Bibel ein nahöstliches Buch, das für Menschen des nahen Ostens geschrieben wurde. Jede ihrer Seiten spiegelt nahöstliches Denken und Fühlen, Sitten, Gebräuche, Redeweise und ausmalende Erzählkunst wider. Diese zumeist übersehene Tatsache fordert auf, darüber nachzudenken, ob die Bibel wortwörtlich zu verstehen ist oder ob sich buchstäbliche Deutung nicht geradezu verbietet.

Sabine Mehne: Licht ohne Schatten

„Der Tod ist sanft“, ist sich Sabine Mehne heute sicher. Schwer krebskrank, wurde sie in einem Moment unerträglicher Schmerzen aus ihrem Körper herauskatapultiert in ein heilsames Licht, in dem sie sich absolut geborgen und frei fühlte … Danach war nichts mehr wie zuvor. Hier erzählt sie von ihrem Leben mit und nach dieser Nahtoderfahrung. Von ihrem Kampf, wieder in dieser Welt Fuß zu fassen, in ihrem Anderssein verstanden zu werden. Der eindringliche Bericht einer mutigen Frau, die das Leben und den Tod mit neuen Augen sehen lernte.

Ursula B.: Lange war ich unsichtbar

Aufgewachsen inmitten von Armut und Gewalt, lernt Ursula Buchfellner schon früh ein Geheimnis: Wer sich »unsichtbar« macht, überlebt. Mit 16 Jahren ergreift sie die Chance, dem Elend zu entfliehen: Sie wird Deutschlands jüngstes Playmate und macht als Model weltweit Karriere. Doch erst als sie bereit ist, sich mit denen zu versöhnen, die sie so tief verletzt haben, kann sie Heilung finden und ein neues Leben beginnen. In diesem Buch erzählt eine beeindruckende Frau von dem enormen Potenzial der Vergebung.

How Jesus saves the world from us

Im Christentum ging es immer darum, gerettet zu werden.

Wovor Christen aber heute gerettet werden müssen, ist das vergiftete Errettungs-Verständnis, das wir durch schlechte Theologie erhalten haben.

Die lautesten Stimmen im heutigen Christentum klingen genau wie die religiösen Autoritäten, die Jesus gekreuzigt haben.

Ein Buch für Christen, die darüber beunruhigt sind, wie wir geworden sind, und die wollen, dass Jesus uns von den vergifteten Verhaltensweisen und Einstellungen errettet, die wir angenommen haben.

Jedes der 12 Kapitel schlägt ein Gegenmittel gegen das Gift vor, das die christliche Kultur infiltriert hat, wie „Anbetung – nicht Leistung“, „Tempel – nicht Programm“ und „Solidarität – nicht Heiligkeit“. Jedes Kapitel enthält zum Nachdenken anregende Diskussionsfragen, perfekt für individuelle oder Gruppenstudien.

Es gibt viele Gründe, die Hoffnung zu verlieren angesichts des Zustands unserer Welt und unserer Kirche, aber Guyton bietet eine gute Nachricht an: Jesus rettet die Welt von uns, einen Christen nach dem anderen.