Kategorie: Kirche

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Die Wahrheit des Evangeliums Jesu ist etwas anderes als die Wahrheit einer Glaubenslehre

Alle christlichen Kirchen bekennen in ihren zentralen Formeln einen Glauben, in dem das Leben Jesu nicht vorkommt, nichts von dem, was ihn unter dem Programmwort »Reich Gottes« bis in den Tod hinein engagiert hat. Die Glaubensbekenntnisse, wie sie über die Jahrhunderte hin gelehrt und gesprochen werden, ersetzen Jesus – von den biologischen Eckdaten Geburt und Kreuzigung abgesehen – durch Christusdeutungen. Dabei sind »Maria, die Jungfrau«, und die postmortale Existenz Christi wichtiger als das mit dem Leben Jesu gelegte Fundament. Dieses »Loch« im Glaubensbekenntnis ist eine Paulus zu verdankende folgenschwere Verdrängung des historischen Jesus. Quelle: Halbfas, Hubertus. Glaubensverlust: Warum sich das Christentum neu erfinden muss (German Edition) . Patmos Verlag. Kindle-Version.

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Eugen Drewermann: Wendepunkte

Eugen Drewermann stellt in seinem Buch „Wendepunkte – oder: Was besagt eigentlich das Christentum?“ die Theologie vom Kopf wieder auf die Füße und führt sie zurück zu dem, was Jesus von Nazareth wollte und was das Christentum eigentlich besagt. Er kritisiert in aller Deutlichkeit die in der Kirchengeschichte wirkmächtige Überzeugung, dass objektiv festgelegt werden könne, wie wir Gott zu verstehen haben und was Erlösung durch Christus bedeutet.

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Jörg Müller: Der missverstandene Jesus

In der Bibel geht es nicht um Morallehre. Sie weist vielmehr Wege zum Leben auf und verpflichtet zur tätigen Nächstenliebe. Sie fordert den Glauben. Zu oft wurde der moralische Zeigefinger erhoben und Gott als einengende Überinstanz verkündet. Das hat viele aus den Kirchen verdrängt. Sie wurden zu wenig mit der frohen und positiven Botschaft Jesu konfrontiert. In seiner Lehre ist kein Platz für Angst, Leistungsdenken und ungewagtes Leben.