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Die Wahrheit des Evangeliums Jesu ist etwas anderes als …

Symbolbild von 4222320 auf Pixabay

Die Wahrheit des Evangeliums Jesu ist etwas anderes als die Wahrheit einer Glaubenslehre

Alle christlichen Kirchen bekennen in ihren zentralen Formeln einen Glauben, in dem das Leben Jesu nicht vorkommt, nichts von dem, was ihn unter dem Programmwort »Reich Gottes« bis in den Tod hinein engagiert hat. Die Glaubensbekenntnisse, wie sie über die Jahrhunderte hin gelehrt und gesprochen werden, ersetzen Jesus – von den biologischen Eckdaten Geburt und Kreuzigung abgesehen – durch Christusdeutungen. Dabei sind »Maria, die Jungfrau«, und die postmortale Existenz Christi wichtiger als das mit dem Leben Jesu gelegte Fundament. Dieses »Loch« im Glaubensbekenntnis ist eine Paulus zu verdankende folgenschwere Verdrängung des historischen Jesus.

Quelle: Halbfas, Hubertus. Glaubensverlust: Warum sich das Christentum neu erfinden muss (German Edition) . Patmos Verlag. Kindle-Version.

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Uta Ranke-Heinemann schreibt: „Jesus ist für die Christen nur durch seinen Tod wichtig. Sein Leben tritt für sie in den Hintergrund. Wenn die Christen, statt den Tod Jesu zu zelebrieren, sein Leben befolgten, wäre das besser. Aber das christliche Glaubensbekenntnis, d.h. die offizielle Kurzfassung des Christentums, auch Credo (= Ich glaube) genannt, sagt über Jesu Leben nichts: Geboren von der Jungfrau Maria – gekreuzigt unter Pontius Pilatus. Jesus hätte genauso gut bei Maria in der Küche sitzen und Kreuzworträtsel lösen können, für das Credo der Christen spielt keine Rolle, was er zu Lebzeiten sagte oder tat. … Das Christentum hat… Weiterlesen »

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